Digitalisierung/Neue Medien
Vorwort
Die Grundschule Bodenwöhr hat sich in den vergangenen Jahren sowohl räumlich als auch pädagogisch grundlegend weiterentwickelt. Mit dem Bezug des neuen Schulgebäudes, der Arbeit in Clustern mit offenen Lernbereichen und Differenzierungsräumen, der Weiterentwicklung des Churer Modells sowie der zunehmenden Individualisierung und Öffnung des Unterrichts haben sich auch die Anforderungen an das Lernen mit digitalen Medien verändert.
Digitale Medien sind an unserer Schule heute kein zusätzliches Angebot und kein Selbstzweck. Sie sind - neben analogen Materialien, offenen Lernformen und unterschiedlichen Lernorten - ein selbstverständlicher Bestandteil einer Lernumgebung, die den unterschiedlichen Voraussetzungen und Lernwegen unserer Schülerinnen und Schüler Rechnung trägt. Entscheidend ist dabei nicht die Häufigkeit des Medieneinsatzes, sondern sein pädagogischer Mehrwert für den jeweiligen Lernprozess.
Das Medienkonzept ist deshalb eng mit dem Schulentwicklungsprogramm und dem Methodenkonzept der Grundschule Bodenwöhr verbunden. Die drei Konzepte bilden unterschiedliche, aber aufeinander bezogene Bereiche unserer pädagogischen Arbeit:
• Das Schulentwicklungsprogramm beschreibt die übergeordneten Ziele und Entwicklungsschwerpunkte unserer Schule.
• Das Methodenkonzept legt Grundlagen für selbstständiges, kooperatives und zunehmend selbstgesteuertes Lernen.
• Das Medienkonzept konkretisiert, wie digitale Medien diese Lernprozesse sinnvoll unterstützen und wie Schülerinnen und Schüler schrittweise Medienkompetenz erwerben.
Dabei greifen die Konzepte bewusst ineinander. Individuelle Lernwege, selbstständiges Arbeiten, Differenzierung, Feedback und Reflexion können sowohl analog als auch digital gestaltet werden. Die Auswahl von Methoden, Materialien, Lernorten und digitalen Werkzeugen orientiert sich jeweils daran, was den Lernprozess des Kindes sinnvoll unterstützt.
Die technische Ausstattung unserer Schule schafft dafür gute Voraussetzungen. In den Jahrgangsstufen 3 und 4 steht den Schülerinnen und Schülern eine 1:1-Ausstattung mit iPads zur Verfügung; in den Jahrgangsstufen 1 und 2 können mobile iPad-Ausstattungen flexibel eingesetzt werden. Digitale Werkzeuge und Lernplattformen - insbesondere LearningView - ermöglichen es, individuelle Lernwege zu begleiten, differenzierte Lernangebote bereitzustellen, Rückmeldungen zu geben und Lernprozesse zu dokumentieren.
Gleichzeitig bleibt die Vermittlung eines sicheren, verantwortungsvollen, reflektierten und altersangemessenen Umgangs mit digitalen Medien eine zentrale Aufgabe der Schule. Schülerinnen und Schüler sollen digitale Medien nicht nur anwenden können, sondern zunehmend verstehen, auswählen, kritisch hinterfragen und für ihr eigenes Lernen sinnvoll nutzen.
Das Medienkonzept ist daher kein abgeschlossenes Dokument. Es wird auf der Grundlage der Erfahrungen im Unterricht, der pädagogischen Weiterentwicklung der Schule sowie technischer und gesellschaftlicher Veränderungen regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Auf diese Weise bleibt es ein eigenständiger Bestandteil unseres Schulprofils und zugleich eng mit der gesamten Schulentwicklung der Grundschule Bodenwöhr verbunden.
LEHRPLANBEZUG
Medienbildung/Digitale Bildung ist im LehrplanPLUS als schulart- und fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel verankert.
Der LehrplanPLUS formuliert hierzu:
„Schülerinnen und Schüler erwerben im Rahmen der schulischen Medienbildung Kenntnisse und Fertigkeiten, um sachgerecht, selbstbestimmt und verantwortungsvoll in einer multimedial geprägten Gesellschaft zu handeln.“ LehrplanPLUS Bayern – Medienbildung/Digitale Bildung |
Für die Grundschule wird Medienbildung dabei ausdrücklich als Teil ihres grundlegenden Bildungsauftrags verstanden. Neben der Fähigkeit, sich mithilfe digitaler Medien zu informieren und verantwortlich an der Gesellschaft teilzuhaben, hebt der Lehrplan die entwicklungsgemäße Nutzung digitaler Medien hervor. Gleichzeitig wird deren didaktisch-methodisches Potenzial für die Gestaltung individueller Lernprozesse betont.
Medienbildung beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Fächer. Sie ist als fächerübergreifende Aufgabe angelegt und wird in den Fachlehrplänen konkretisiert. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich entwicklungsgemäß mit unterschiedlichen Medien, deren Inhalten und Wirkungen auseinander, reflektieren eigene Medienerfahrungen und nutzen Medien zunehmend bewusst und verantwortungsvoll.
Für die Grundschule Bodenwöhr ergibt sich daraus ein doppelter Auftrag: Schülerinnen und Schüler lernen mit digitalen Medien, indem diese gezielt zur Unterstützung fachlicher und individueller Lernprozesse eingesetzt werden. Gleichzeitig lernen sie über Medien, indem sie deren Nutzung, Wirkung, Möglichkeiten und Grenzen zunehmend bewusst, kritisch und verantwortungsvoll reflektieren.
Quellen: LehrplanPLUS Bayern, Übergreifende Bildungs- und Erziehungsziele: Medienbildung/Digitale Bildung; Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule; Fachprofile der Grundschule. Abruf: September 2026.
ZIELPERSPEKTIVE
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Bodenwöhr entwickeln schrittweise die Fähigkeit, digitale Medien selbstständig, zielgerichtet, verantwortungsvoll und reflektiert für ihr Lernen zu nutzen.
Digitale Medien werden dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als ein Bestandteil unserer Lernumgebung. Sie ergänzen analoge Materialien, unterschiedliche Lernorte und offene Lernformen und werden dort eingesetzt, wo sie einen pädagogischen Mehrwert für den jeweiligen Lernprozess bieten.
Die Schülerinnen und Schüler lernen zunehmend,
geeignete analoge und digitale Werkzeuge für unterschiedliche Lernaufgaben auszuwählen und zu nutzen,
digitale Medien zur Information, Übung, Gestaltung, Kommunikation und Präsentation einzusetzen,
individuelle Lernwege mithilfe digitaler Angebote selbstständiger zu planen, zu bearbeiten und zu reflektieren,
digitale Rückmeldungen für den eigenen Lernprozess zu nutzen,
Informationen und Medieninhalte zunehmend kritisch zu beurteilen,
persönliche Daten und die Rechte anderer zu achten sowie
sich in digitalen Umgebungen sicher, verantwortungsbewusst und respektvoll zu bewegen.
Damit verfolgt die Grundschule Bodenwöhr zwei miteinander verbundene Zielrichtungen: Lernen mit Medien unterstützt fachliches Lernen, Differenzierung und zunehmend selbstgesteuerte Lernprozesse. Lernen über Medien befähigt die Schülerinnen und Schüler zu einem altersgemäßen, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
PÄDAGOGISCHE AUSGANGSLAGE
Die pädagogische Ausgangslage der Grundschule Bodenwöhr hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Mit dem Bezug des neuen Schulgebäudes wurden nicht nur neue räumliche Möglichkeiten geschaffen, sondern zugleich Unterrichtsorganisation und Lernkultur weiterentwickelt.
Die Schule arbeitet in Clustern mit Klassenräumen, offenen Lernbereichen und Differenzierungsräumen. Das Churer Modell, offene Unterrichtsformen und die Arbeit an individuellen Lernwegen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, zunehmend selbstständig zu arbeiten und - ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend - Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Unterschiedliche Lernorte, Sozialformen, Materialien sowie analoge und digitale Angebote werden dabei miteinander verbunden.
Die Schülerschaft ist durch unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Lerngeschwindigkeiten, Interessen und Unterstützungsbedarfe geprägt. Insbesondere die jahrgangskombinierten Klassen 1/2 der Flexiblen Grundschule erfordern eine Lernorganisation, die Differenzierung und individuelle Förderung als selbstverständlichen Bestandteil des Unterrichts versteht. Digitale Medien können hierbei einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie unterschiedliche Zugänge, Übungsformate, Rückmeldemöglichkeiten und individuelle Lernwege unterstützen.
Auch die technische Ausgangslage hat sich wesentlich verändert. In den Jahrgangsstufen 3 und 4 steht den Schülerinnen und Schülern eine 1:1-Ausstattung mit iPads zur Verfügung. In den Jahrgangsstufen 1 und 2 werden iPads über mobile Geräteausstattungen flexibel und bedarfsgerecht eingesetzt. Digitale Tafeln und weitere technische Ausstattung ergänzen die Lernumgebung. Damit steht heute nicht mehr die Frage im Mittelpunkt, ob digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden können, sondern wann, wie und mit welchem pädagogischen Mehrwert ihr Einsatz sinnvoll ist.
Mit LearningView wird darüber hinaus ein digitales Instrument genutzt und weiterentwickelt, das die Begleitung individueller Lernprozesse unterstützt. Lernangebote können strukturiert bereitgestellt, individuelle Lernwege begleitet, Arbeitsergebnisse dokumentiert sowie Rückmeldungen gegeben werden. Digitale und analoge Lernformen sollen dabei bewusst miteinander verbunden werden.
Die Medienerfahrungen der Kinder beim Schuleintritt sind sehr unterschiedlich. Während manche Schülerinnen und Schüler bereits selbstverständlich mit digitalen Endgeräten umgehen, benötigen andere zunächst grundlegende Unterstützung. Eine vorhandene Bedienkompetenz bedeutet zudem nicht automatisch, dass digitale Medien zielgerichtet, kritisch und verantwortungsvoll genutzt werden können. Medienbildung beginnt deshalb nicht erst mit der Bedienung eines Gerätes, sondern umfasst von Anfang an auch einen bewussten Umgang mit Informationen, Inhalten, Kommunikation, persönlichen Daten und der eigenen Mediennutzung.
Für die Grundschule Bodenwöhr ergibt sich daraus eine veränderte pädagogische Perspektive: Digitale Medien sind Teil einer vielfältigen Lernumgebung. Sie stehen gleichberechtigt neben Büchern, Heften, konkreten Lernmaterialien, Gesprächen, Bewegung, kooperativen Lernformen und unterschiedlichen Lernorten. Welches Medium eingesetzt wird, entscheidet sich am Lernziel und an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler.
Damit unterstützt das Medienkonzept die übergeordneten Ziele des Schulentwicklungsprogramms und steht zugleich in enger Verbindung mit dem Methodenkonzept. Selbstständiges Lernen, individuelle Lernwege und Medienkompetenz werden nicht getrennt voneinander entwickelt, sondern als miteinander verbundene Bestandteile zeitgemäßen Grundschulunterrichts verstanden.
MEDIENKOMPETENZ DER LEHRKRÄFTE
Im Schuljahr 2026/27 besuchen 168 Schülerinnen und Schüler in acht Klassen die Grundschule Bodenwöhr. Das Kollegium umfasst 17 Lehrkräfte einschließlich der Fachlehrkräfte für Religion sowie Werken und Gestalten. Durch Mobile Reserve, Versetzungen und weitere personelle Veränderungen kommt es regelmäßig zu Veränderungen innerhalb des Kollegiums. Deshalb ist es wichtig, gemeinsame digitale Standards und Vereinbarungen so zu dokumentieren, dass auch neu hinzukommende Lehrkräfte schnell in die bestehenden Strukturen eingeführt werden können.
Das Kollegium verfügt insgesamt über eine gute digitale Grundkompetenz und ist mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht vertraut. Digitale Tafeln, Laptops und iPads werden selbstverständlich in die tägliche Unterrichtsarbeit einbezogen. Der Schwerpunkt der weiteren Professionalisierung liegt deshalb nicht mehr vorrangig auf der technischen Bedienung der vorhandenen Geräte, sondern auf deren didaktisch und methodisch sinnvollem Einsatz.
Mit der Weiterentwicklung der Lernkultur an der Grundschule Bodenwöhr verändern sich zugleich die Anforderungen an die Medienkompetenz der Lehrkräfte. Digitale Medien sollen insbesondere dort eingesetzt werden, wo sie individuelle Lernwege, Differenzierung, selbstständiges Lernen, Feedback, Dokumentation oder Kooperation sinnvoll unterstützen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, bewusst zu entscheiden, wann ein digitales Werkzeug einen pädagogischen Mehrwert bietet und wann analoge Lernformen geeigneter sind.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Weiterentwicklung und gemeinsamen Nutzung von LearningView zu. Damit digitale Lernangebote für die Schülerinnen und Schüler übersichtlich und verlässlich gestaltet werden können, sind gemeinsame Strukturen und Absprachen innerhalb des Kollegiums erforderlich. Erfahrungen mit digitalen Lernangeboten sollen deshalb zunehmend geteilt, erprobte Vorgehensweisen gemeinsam weiterentwickelt und für alle Lehrkräfte nutzbar gemacht werden.
Neben der didaktischen Nutzung digitaler Medien gehört auch die Vermittlung von Medienkompetenz zum professionellen Handeln der Lehrkräfte. Dies umfasst insbesondere einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien, Datenschutz und Persönlichkeitsrechten, die kritische Bewertung von Informationen und Medieninhalten sowie einen altersangemessenen Umgang mit neuen technologischen Entwicklungen.
Fortbildung wird daher als Bestandteil der kontinuierlichen Schul- und Unterrichtsentwicklung verstanden. Neben externen Fortbildungsangeboten spielen schulinterne Fortbildungen, kollegialer Austausch und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle. Vorhandene Kompetenzen innerhalb des Kollegiums werden genutzt, um Erfahrungen weiterzugeben und neue Anwendungen gemeinsam zu erproben.
Ziel ist nicht eine möglichst umfassende Digitalisierung des Unterrichts, sondern ein Kollegium, das digitale und analoge Möglichkeiten sicher beurteilen und für unterschiedliche Lernziele und Lernvoraussetzungen pädagogisch begründet einsetzen kann.
TECHNISCHE AUSSTATTUNG
Die technische Ausstattung der Grundschule Bodenwöhr wurde in den vergangenen Jahren umfassend ausgebaut und mit dem Bezug des neuen Schulgebäudes an die veränderten räumlichen und pädagogischen Anforderungen angepasst. Die Schule verfügt heute über eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, die den Einsatz digitaler Medien in allen Klassen- und Fachräumen ermöglicht.
Grundlage hierfür ist eine flächendeckende Vernetzung des Schulgebäudes. Alle 15 Klassen- und Fachräume verfügen sowohl über WLAN als auch über eine kabelgebundene Netzwerkverbindung. Die Internetanbindung erfolgt über Glasfaser mit einer Bandbreite von bis zu 1 GBit/s. Für Schülerinnen und Schüler steht ein eigenes, entsprechend eingeschränktes Schüler-WLAN zur Verfügung.
Für die unterrichtliche Arbeit stehen derzeit 115 iPads zur Verfügung. Ein großer Teil der Geräte wird flexibel im Unterricht eingesetzt. In den Jahrgangsstufen 3 und 4 ermöglicht der vorhandene Gerätebestand eine 1:1-Ausstattung, während die iPads in den Jahrgangsstufen 1 und 2 mobil und bedarfsgerecht genutzt werden. Ergänzend verfügt die Schule über zwölf Notebooks und zwei Desktop-Computer. Lehrkräfte sind mit digitalen Dienstgeräten für Unterrichtsvorbereitung und Unterrichtsdurchführung ausgestattet.
Die mobilen Endgeräte werden zentral über das Mobile-Device-Management Jamf verwaltet. Für die pädagogische Steuerung der Schülergeräte steht darüber hinaus ein Classroom-Management-System zur Verfügung. Dadurch können Geräte, Apps und digitale Ressourcen strukturiert für den Unterricht bereitgestellt und verwaltet werden.
Auch die Präsentationstechnik ist inzwischen Bestandteil aller Unterrichtsräume. Die Schule verfügt über 14 digitale Großbildmonitore und einen Beamer. Sämtliche 15 Klassen- und Fachräume ermöglichen eine drahtlose Bildschirmübertragung. Damit können Inhalte sowohl von Geräten der Lehrkräfte als auch im Rahmen geeigneter Unterrichtssituationen von Schülergeräten präsentiert und gemeinsam bearbeitet werden.
Die technische Ausstattung wird durch eine schulweit nutzbare digitale Arbeitsumgebung ergänzt. Für Kommunikation und Zusammenarbeit stehen unter anderem Cloud-Speicher, Web-Office, E-Mail, Messenger- und Videokonferenzfunktionen zur Verfügung. Als Lern- und Arbeitsplattformen werden insbesondere LearningView und TaskCards eingesetzt. Ein Webfilter unterstützt den geschützten Internetzugang im schulischen Umfeld.
Auch schulorganisatorische Abläufe sind inzwischen weitgehend digital unterstützt. Die Schule nutzt Schulmanager Online unter anderem für schulische Information und Kommunikation sowie das digitale Klassenbuch. Für Stunden- und Vertretungsplanung wird Untis in Verbindung mit dem Schulmanager eingesetzt; die Notenverwaltung erfolgt über Edoop.
Die technische Ausstattung wird zentral administriert und durch eine pädagogische Systembetreuung an der Schule begleitet. Die technische IT-Administration umfasst sowohl Fernwartung als auch Unterstützung vor Ort im Bedarfsfall. Damit sind technische Administration und pädagogisch-didaktische Betreuung grundsätzlich voneinander getrennt.
WEITERENTWICKLUNG DER AUSSTATTUNG
Nachdem in den vergangenen Jahren zunächst der Aufbau einer leistungsfähigen technischen Grundausstattung im Mittelpunkt stand, richtet sich der Blick künftig stärker auf deren pädagogisch sinnvolle Ergänzung und nachhaltige Nutzung. Beschaffungen orientieren sich deshalb nicht allein an technischen Möglichkeiten, sondern an den Anforderungen der Unterrichts- und Schulentwicklung.
Ein weiterer Entwicklungsschritt ist insbesondere die Ausweitung der 1:1-Ausstattung auf die Jahrgangsstufen 1 und 2. Darüber hinaus sollen Zubehör und ergänzende Ausstattung - beispielsweise Kopfhörer bzw. Headsets, Tastaturen oder mobile Audiolösungen - dort ergänzt werden, wo sie selbstständiges, differenziertes und störungsarmes Arbeiten unterstützen.
Software, Apps und digitale Dienste werden entsprechend ihrer pädagogischen Eignung ausgewählt und regelmäßig überprüft. Neben fachbezogenen Lernangeboten stehen dabei zunehmend Anwendungen im Mittelpunkt, die individuelle Lernwege, Rückmeldung, Dokumentation, Kooperation und kreatives Arbeiten unterstützen.
Die Weiterentwicklung der technischen Ausstattung folgt damit der pädagogischen Entwicklung der Schule - nicht umgekehrt.
Stand: Oktober 2026. Grundlage: IT-Ausstattungsabfrage der Grundschule Bodenwöhr, zuletzt aktualisiert am 22.07.2026.
FORTBILDUNGSPLANUNG 2026/27
Die Fortbildungsplanung orientiert sich nicht vorrangig an einzelnen Anwendungen oder technischen Neuerungen, sondern an den pädagogischen Entwicklungszielen der Schule. Digitale Werkzeuge werden dort aufgegriffen, wo sie zur Weiterentwicklung von Unterricht, individuellen Lernwegen und Medienkompetenz beitragen.
Zeitraum | Fortbildungsschwerpunkt | Inhalt / Ziel |
September | LearningView – gemeinsamer Einstieg und gemeinsame Standards | Einführung für neue Lehrkräfte und Auffrischung für Erfahrene. Gemeinsame Grundstruktur klären: Lernwege bereitstellen, Rückmeldungen geben sowie verbindliche und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten unterscheiden. |
November | LearningView in der Praxis: individuelle Lernwege und Differenzierung | Erfahrungen aus den ersten Unterrichtswochen austauschen, gute Beispiele aus dem Kollegium aufgreifen, Aufgaben differenzieren sowie analoge und digitale Lernangebote sinnvoll miteinander verbinden. |
Januar | iPad & offene Lernräume – digital arbeiten, ohne „iPad-Unterricht“ zu machen | Konkrete Unterrichtsszenarien für Churer Modell, Marktplatz, Partnerarbeit, Entwicklungsgruppen und selbstständiges Lernen entwickeln und erproben. Der pädagogische Mehrwert steht vor der einzelnen App. |
März | KI, Recherche und Medienkompetenz in der Grundschule | Altersgemäßer Umgang mit KI, Suchergebnissen, Bildern und digitalen Informationen. Sinnvolle KI-Nutzung durch Lehrkräfte bei Vorbereitung, Differenzierung und Materialerstellung sowie Datenschutz und Grenzen. |
Mai | Digitales Feedback und Lernreflexion | LearningView und weitere geeignete Möglichkeiten für Rückmeldung, Selbsteinschätzung und Dokumentation von Lernprozessen nutzen. Dabei auf praktikable Lösungen ohne unnötige zusätzliche Dokumentationsarbeit achten. |
Juli | Was hat sich bewährt? – digitale Praxis gemeinsam sichern | Kollegiale Werkstatt: Bewährte Beispiele aus den Jahrgangsstufen zusammentragen. Gemeinsam festlegen, was im kommenden Schuljahr weitergeführt wird, was entfallen kann und wo weiterer Fortbildungsbedarf besteht. |
Digitale Werkzeuge und ausgewählte Online-Angebote
Die Auswahl digitaler Anwendungen und Internetangebote orientiert sich an den jeweiligen Lernzielen, dem Alter der Schülerinnen und Schüler sowie den Anforderungen an Datenschutz und Jugendmedienschutz. Die folgende Übersicht stellt eine Auswahl regelmäßig bzw. bei Bedarf genutzter Angebote dar. Sie wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
| Einsatzbereich | Anwendungen / Angebote | Pädagogischer Einsatz |
Individuelle Lernwege und Lernorganisation | LearningView | Bereitstellung und Begleitung individueller Lernwege, Aufgabenorganisation, Dokumentation von Lernfortschritten, Feedback und Reflexion |
Digitale Pinnwände und Materialsammlungen | TaskCards | Strukturierte Bereitstellung von Materialien, Links und Arbeitsergebnissen; gemeinsame Sammlungen und Präsentationen |
Üben und Festigen | ANTON, LearningApps | Differenzierte Übungsangebote in verschiedenen Fächern; LearningApps insbesondere für kurze interaktive Übungen und selbst erstellte Lernbausteine |
Erstellen eigener digitaler Lernangebote | Worksheet Crafter / Worksheet Go!, LearningApps | Erstellung differenzierter Übungen und digitaler Lernangebote durch Lehrkräfte |
Präsentieren und Gestalten | Book Creator, Goodnotes | Erstellung und Präsentation eigener Lernprodukte; Verbindung von Text, Bild, Audio und Video |
Aktivierung und Lernstandsabfrage | Kahoot! und vergleichbare geeignete Anwendungen | Kurze Wiederholungen, Aktivierung von Vorwissen und Lernstandsüberprüfung |
Recherche und kindgerechte Information | fragFINN, Blinde Kuh, Klexikon | Altersangemessene Recherche und schrittweiser Aufbau von Informations- und Recherchekompetenz |
Sachunterricht und Wissensangebote | Die Sendung mit der Maus, geeignete Kinderlexika und fachbezogene Bildungsangebote | Recherche, Erklärvideos, Sachinformationen und mediale Zugänge zu Unterrichtsthemen |
Medienbildung und Internetsicherheit | Internet-ABC | Sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit Internet und digitalen Medien; altersgerechte Materialien und Lernangebote |
Sprachen und Nachschlagen | LEO sowie geeignete Wörterbuchangebote | Nachschlagen von Wörtern, Aussprache und Wortschatzarbeit insbesondere im Englischunterricht |
Audio, Foto und Video | iPad-Kamera, Sprachaufnahme und weitere Bordmittel | Dokumentation von Lernprozessen, Erklärvideos, Hör- und Sprechaufgaben, Präsentationen sowie kreative Projekte |
Hinweis: Die Aufnahme einer Anwendung in diese Übersicht bedeutet nicht, dass sie verbindlich in allen Klassen eingesetzt wird. Digitale Werkzeuge werden entsprechend dem Lernziel und dem pädagogischen Mehrwert ausgewählt. Vor ihrem Einsatz werden insbesondere Altersangemessenheit, Datenschutz, Werbefreiheit bzw. Werbeumfang und die erforderlichen Zugangs- oder Anmeldedaten berücksichtigt.
Die Übersicht wird regelmäßig überprüft. Anwendungen und Online-Angebote können ergänzt, ersetzt oder entfernt werden, wenn sich pädagogische Anforderungen, technische Rahmenbedingungen oder datenschutzrechtliche Voraussetzungen verändern.






